Darf ich vorstellen? Google Data Studio

Google Data Studio ist ein Tool zum Erstellen interaktiver Dashboards im Webbrowser. Mit einem Google Account kannst du Google Data Studio kostenlos nutzen. Das Tool unterteilt sich im Wesentlichen in folgende Bereiche:

Datenquellen

Damit du Daten in den Berichten visualisieren kannst, musst du als Erstes die gewünschten Datenquellen mit Google Data Studio verknüpfen. Besteht eine Verknüpfung zu einer intakten Datenquelle, werden in den Berichten automatisch die neusten Daten geladen. So kannst du dir eine Menge manuellen Aufwand sparen und hast Zeit für die wichtigen Dinge. ☕️

Connectors

Die Verknüpfung passiert über die sogenannten Connectors. Von Google werden aktuell  17 verschiedene Connectors zu unterschiedlichen Quellsystemen bereitgestellt (Stand Juni 2020). Dazu gehören unter anderem:

Screenshot der Data Connectors in Google Data Studio

Darüber hinaus gibt es derzeit über 200 weitere Community Connectors, die einen nahtlosen Datentransfer zwischen verschiedenen Tools und Google Data Studio herstellen. Diese Connectors werden von Drittanbieter kostenlos oder mit Lizenz bereitgestellt. Hier gibt es zum Beispiel Verknüpfungsmöglichkeiten zu Asana, Salesforce oder Kaggle, der größten Data Science Community.

Tipp 💡
Wer etwas technisches Know-How mitbringt, der sollte sich die Google App Scripts genauer ansehen. Mit JavaScript in App Scripts kannst du eigene Connectors schreiben. Darüber kannst du vermeiden, den Datentransfer über Drittanbieter abzubilden.

Berichte

Die Berichte sind das Herzstück von Google Data Studio. In den Berichten kannst du Daten in vielfältiger Form visualisieren, kombinieren und ins richtige Licht rücken. Das Beste daran: Du kannst jeden Bericht in wenigen Klicks mit ausgewählten Kollegen teilen. Dadurch können Diskussion direkt im Bericht und bei den Daten stattfinden. So gelingt die gemeinsame Analyse eurer Unternehmensdaten.✌️

Templates

Du kannst entweder mit einem leeren Bericht starten, oder ein vorhandenes Template aus der Galerie auswählen. Hier gibt es z.B. Templates, die Daten aus Google Ads verarbeiten oder erweitere Analysen auf den Website-Daten von Google Analytics ermöglichen. Das Template ist direkt bereit, um mit deinen Daten verbunden zu werden. Alternativ kannst du Template kopieren und danach weiterentwickeln.

Screenshot Google Data Studio: Templates für Berichte

Charts

In Google Data Studio gibt es eine große Auswahl an Visualisierungen. Sollte jedoch eine Visualisierung nicht in der Chart-Bibliothek vorhanden sein, gibt es zusätzlich die sogenannten Community Charts. Das sind Charts, die von der Community zur Verfügung gestellt werden und in Google Data Studio verwendet werden können. Sollte auch dort mal nichts Passendes dabei sein und hast selbst technische Erfahrung, kannst du dir auch ein eigenes Chart entwickeln und zu Google Data Studio hinzuzufügen.

Screenshot Google Data Studio: Chart-Galerie

Mehrere Berichtsseiten

Bei der Erstellung von Berichten besteht die Gefahr, zu viele Visualisierungen in einen Bericht quetschen zu wollen. Obwohl man nach mehr Durchblick strebt, verliert man durch diesen Fehler schnell den Überblick im Daten-Dschungel. 😉

Tipp 💡
Dieses Problem kannst du vermeiden, indem du deinen Bericht in logische Segmente unterteilst und auf mehrere Seiten aufteilst. Die erste Seite kannst du außerdem als Übersicht mit Verlinkungen zu allen Unterseiten gestalten.
Screenshot Google Data Studio: Weitere Berichtsseite hinzufügen

Explorer

Der Explorer dient zum Skizzieren und Experimentieren mit Daten in Google Data Studio. Du kannst ihn insbesondere dafür nutzen, einen ersten Eindruck von unbekannten Daten zu erhalten. Im Explorer sind Visualisierungen möglich, diese werden zunächst aber nicht gespeichert. Solltest du im Explorer auf interessante Insights stoßen, kannst du das entsprechende Chart einem Bericht hinzufügen.

Screenshot Google Data Studio: Explorer-Ansicht

Die Arbeit im Explorer ist privat und kann mit anderen nicht geteilt werden. Dafür sind die Funktionen auf Filteroperationen optimiert. Derzeit befindet sich der Explorer noch in der Beta.

Für wen ist Google Data Studio interessant?

Google Data Studio bringt Einiges mit, was man bereits von anderen Business Intelligence (BI) Tools, wie Tableau oder QlikView gewöhnt ist. Du kannst in Google Data Studio Daten laden (Datenquellen), erkunden (Explorer) und visualisieren (Berichte). Für aufwendige Schritte der Datenaufbereitung ist das Tool allerdings nicht geeignet.

Besonders eignet es sich für die Analyse von Geschäftskennzahlen und zur Performance-Messung von Aktivitäten im Unternehmen:

  • Analyse des Online-Marketings, wie z.B. SEO, Webanalyse, Online-Shop
  • Analyse der Vertriebsperformance mit z.B. Daten aus Salesforce
  • Analyse des Projektfortschritts mit z.B. Daten aus Asana
  • Analyse von Serverfehlern mit z.B. Daten aus Firebase Crashlytics
  • Analyse von Finanzkennzahlen im Unternehmen
  • Analyse von Börsenwerten mit gespeicherten Daten in Google Tabellen

Bis dahin, bleib gesund und viel Spaß bei deiner nächsten Datenanalyse!

Dieser Artikel wurde verfasst von:
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Sarah Stemmler

Mit meiner Leidenschaft für Menschen, Daten & Tools, helfe ich Unternehmen Data Science Kompetenz inhouse aufzubauen.
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